Von den Brüdern Grimm über Otto Hahn bis Hans-Jochen Vogel: Die Ahnengalerie der Philipps-Universität Marburg ist ebenso lang wie eindrucksvoll. Seit Jahrhunderten erobert die älteste und traditionsreichste Hochschule Hessens regelmäßig Spitzenplätze in Forschung und Lehre, zeugen herausragende Auszeichnungen und Preise vom internationalen Renommee ihrer Wissenschaftler. Mehrfach prämiert ist auch das Engagement der Universität für optimale Arbeitsbedingungen – entsprechend vorbildlich der Umgang mit dem Thema Sicherheit: Mit modernster, digitaler Schließtechnologie sichert das Münchener Unternehmen SimonsVoss den Zutritt zu zahlreichen Uni-Gebäuden und Einrichtungen vor Ort.
Hohe Fächervielfalt, interdisziplinäre Spitzenforschung, kurze Studienzeiten und die exzellente Arbeitsumgebung locken jedes Jahr über 19.000 Studenten aus aller Welt in die reizvolle Universitätsstadt an der Lahn. Die angehenden Akademiker und rund 7.500 wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Uni-Mitarbeiter – Dozenten aus heute 17 Fachbereichen ebenso wie das Verwaltungskorps – residieren recht fürstlich: Etliche der rund 100 top-modern ausgestatteten Unigebäude, Forschungs- beziehungsweise Serviceeinrichtungen sind Prunkgemäuer aus dem 19. Jahrhundert.
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Vorbei ist es mit mangelnder Sicherheit auf dem Campus.
Das Dezernat IV – Gebäudemanagement und Technik – der Uni Marburg hat eine verantwortungsvolle Aufgabe: Die Gebäudesicherheit. Ein Brand in einem der Hörsäle, Sabotage, Einbruch, Diebstahl wertvoller Technik oder Forschungsdaten: Die Liste der Gefahrenpotenziale auf dem Campus ist lang. Risiken lauern überall, etwa in den Labors der Fachgebiete Medizin, Physik oder Chemie, wo viel mit Gefahrstoffen hantiert wird. Als öffentliches Gebäude muss die Universität per definitionem eine offene Außenhaut haben, weil nicht nur die Angehörigen der Universität Zugang zu allen Gebäuden haben sollen. Zugleich aber muss der Zutritt unbefugter Personen von außen unterbunden werden. Den Zutritt sicherte lange Zeit eine traditionell-mechanische Schließanlage. „Über viele Jahre hinweg hatten wir früher zur Gebäudesicherung ein buntes Sammelsurium verschiedenster mechanischer Schließsysteme im Einsatz“. Permanentes Ersetzen verloren gegangener Schlüssel und der Austausch ganzer Schließanlagen waren die Folge. „Das ist auf Dauer nicht nur teuer, sondern macht natürlich auch die Gebäude nicht gerade sicherer“, so das Fazit. Weiteres Manko: Die Mechanik war zum Teil über 30 Jahre alt – und damit längst überfällig. Um auf Schlüsselverlust und Veränderungen baulicher oder personeller Art endlich schneller reagieren zu können, forcierte man Ende der neunziger Jahre den Umstieg auf eine neue, ausbau- und zukunftsfähige Schließtechnik.
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Numerus clausus für Schließtechnik.
Für das Auswahlverfahren nahm man sich ausreichend Zeit: „Der Entschluss hat lange in uns gereift, denn wir haben ja nach der für uns bestmöglichen Lösung gesucht“. Ein ehrgeiziger Prüfkatalog wurde aufgesetzt, dem – wie sich bald herausstellte – nur wirklich große Anbieter entsprechen konnten. Erst nach dem Besuch mehrerer Sicherheitsmessen, diversen Produktvergleichen, Praxis-Checks und einer öffentlichen Ausschreibung stand der ideale Kandidat im Jahre 2001 endgültig fest: SimonsVoss, der Technologieführer für digitale Schließ- und Zutrittskontrollsysteme. „In punkto Sicherheitsstandards und Flexibilität, Einbaukomfort und Service war das Angebot von SimonsVoss konkurrenzlos.“
Mit seiner intelligenten Digitaltechnik wird SimonsVoss in der Tat höchsten Sicherheitsansprüchen gerecht. Neben der Software basierten Schließplanverwaltung gilt vor allem das raffinierte Zusammenspiel digitaler Komponenten als Vorteil des Systems 3060: Via Transponder – dem handlich kleinen „Schlüssel“ von Heute – werden Schließzylinder und somit Türen berührungslos über Funk angesteuert. Und das geht so: Der Nutzer stellt sich in einem Abstand von ca. 30 Zentimetern vor die jeweilige Tür, drückt auf den Knopf – und nach einem kurzen „Pieps“ lässt die Türe sich öffnen. Ebenso lassen sich mit demselben Transponder auch Schranken, Garagen, Tore oder – wie im Falle der Philipps-Universität – Büromöbel, also Beamer- und Serverschränke, spielend leicht bedienen.
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Gasthörer – nur bedingt willkommen.
Möglich macht das eine weitere Innovation aus dem Hause SimonsVoss: die digitale Steuereinheit Smart Relais. Sie hat die Funktion eines Schlüsselschalters und wird aufgrund ihrer extrem sparsamen, externen Stromversorgung mittels Klingeltrafo oder Niedervolt-Netzteil meist dort verwendet, wo besonders viele Nutzungen stattfinden. Über ein Sondermodell, so genannte Scharfschalt- beziehungsweise Deaktivierungseinheiten, kann entsprechend berechtigtes Uni-Personal heute mit ihrem Transponder sogar Alarmanlagen auf dem Hochschulgelände scharf oder unscharf schalten. Auch hier hoben sich die Münchener deutlich vom Wettbewerb ab. „Unsere Direktschaltung von der Alarmanlage zur Polizei erforderte ein vom Verband deutscher Sachversicherer geprüftes System. Außer SimonsVoss hatten das damals nur wenige Firmen im Portfolio“. Zusätzlicher Sicherheitsgewinn: Die Deaktivierungseinheiten sorgen dafür, dass alarmgesicherte Bereiche nicht versehentlich betreten werden. Und um bei Bedarf nachvollziehen zu können, wer wann durch welche Tür gegangen ist, hat man sich für Schließzylinder und Smart Relais mit Zutrittsprotokollierung entschieden.
Eine weitere Gemeinsamkeit zwischen Smart Relais und Zylinder ist ihre kinderleichte Montage: Beide sind in Minutenschnelle in bzw. neben der Tür installiert. Spezielle Verkabelungen oder Veränderungen an Tür oder Türrahmen gehören der Vergangenheit an. Ein großer Vorteil: „So können wir Türen jederzeit ruck zuck auf diesen Sicherheitsstandard nachrüsten.“ Außerdem sind beide Komponenten abhör- und sabotagesicher, da sie immer im sicheren Inneren von Tür oder Rahmen montiert sind. „Das macht Langfingern und Saboteuren das Leben richtig schwer“, freut sich die Uni Marburg.
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Komplett vernetzter Uni-Kosmos.
Programmiert und verwaltet wird das digitale System von einem PC aus, an dem ein Mitarbeiter des Dezernat IV sitzt. Da die Uni Marburg frühzeitig auf die komfortable Locking-System-Management-Software von SimonsVoss umgestellt hat, ist die Schließplanverwaltung, die Aktivierung und Steuerung der aktuell 1.500 Zylinder, 50 Smart Relais und 2.000 Transponder heute ohne viel Aufwand möglich. Mittels anschaulicher grafischer Benutzeroberfläche wird das Ändern, Erweitern oder Sperren von Transpondern – kurz: die Zugangsrechte – für jeden einzelnen Uni-Mitarbeiter individuell festgelegt. Eine bemerkenswerte Sache: „Wir können per Mausklick sofort und jederzeit auf verschiedenste Anforderungen reagieren: Egal, ob man den Schließplan erweitern will oder bei Transponderverlust oder Schaden eingreifen muss, wirklich toll.“ „Bei einer mechanischen Anlage ist das rein systembedingt nicht möglich – dafür ist die Technik viel zu statisch. Da muss man sich immer schon im Vorfeld ganz genau festlegen.“
Laut der Uni Marburg war gerade der modulare Aufbau der Digitaltechnik ein entscheidendes Kriterium. „Das ist ja das besondere daran, dass man das System schrittweise aufbauen kann. Wir haben 2001 mit einem Teil der Uni-Gebäude angefangen und erweitern seitdem das System peu à peu – je nach Bedarf und Budget.“ Beim Umzug eines Fachbereichs oder Abteilungen werden die Zylinder einfach ausgebaut und in das neue Haus mitgenommen. „Die Zylinder können jetzt unverzüglich auch woanders eingesetzt werden, wenn sie in einem Bau nicht mehr vonnöten sind – das war bei der Mechanik ja völlig unmöglich.“
Auch in puncto Benutzer- und Kundenfreundlichkeit bewegt sich SimonsVoss sicher und elegant auf dem Hochschul-Parkett. „Sowohl die Kollegen als auch wir sind begeistert. Vor allem der Service ist super. Bei Fragen oder Problemen werden wir immer sofort bedient“, so das dicke Lob des Uni-Mitarbeiters. „Man zeigt dem Kunden dadurch, dass er noch Kunde ist.“
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Bestanden – mit „summa cum laude“.
SimonsVoss hat den erforderlichen Leistungsnachweis erbracht – und mit Bestnote abgeschlossen. Gerade weil die Gelder in Hochschulen nicht immer üppig fließen, steht die Investitionssicherheit technischer Neuerungen verständlicherweise permanent auf dem Prüfstand. Eine Gegenüberstellung von Mechanik und Digitaltechnik blieb daher nicht aus. Gerade in punkto Kosten mussten wir schon Überzeugungsarbeit leisten, ganz klar. Man hat die mittel- bis langfristigen Vorteile des digitalen Systems jedoch mittlerweile erkannt – und uns darin bestärkt, dass der Schritt absolut richtig war.“ Mit Siebenmeilenstiefeln geht’s daher traditionell modern weiter: Derzeit sind zehn der insgesamt 100 Uni-Gebäude mit der neuen Technik versehen. In den nächsten Jahren sollen weitere Bauten des altehrwürdigen Marburger Campus umgerüstet, die Anzahl der Zylinder auf insgesamt 10.000 aufgestockt werden.
„Mit der Digitaltechnik von SimonsVoss können wir heute per Mausklick sofort und jederzeit auf verschiedenste Anforderungen reagieren: Egal, ob man den Schließplan erweitern will oder bei Schlüsselverlust oder Schaden eingreifen muss. Bei einer mechanischen Anlage ist das rein systembedingt nicht möglich – dafür ist die Technik viel zu statisch. Da muss man sich immer schon im Vorfeld ganz genau festlegen.“
Dezernat IV - Gebäudemanagement und Technik an der Philipps-Universität
Herausforderung.
Lösung.