Vom einfachen Beinbruch bis zur komplexen Herztransplantation: Im Klinikum der Universität München mit den Standorten Innenstadt und Großhadern sind Patienten jeder Altersstufe in allerbesten Händen. Um ihr Wohlergehen und eine schnelle Genesung kümmern sich rund 9.000 Mitarbeiter aus allen medizinischen Fachdisziplinen. Ein renommiertes Krankenhaus mit einer Kapazität von 2.428 Betten, starkem Publikumsverkehr und vielen sensiblen Bereichen gegen unbefugten Zutritt optimal abzusichern, ist wahrlich keine leichte Aufgabe. SimonsVoss erfüllt sie souverän: mit seinem digitalen Schließ- und Zutrittskontrollsystem 3060.
In den beiden Münchener Unikliniken Innenstadt und Großhadern werden jährlich rund 90.000 Menschen stationär, 400.000 ambulant ver- und umsorgt. Die Nutzfläche der seit 1999 unter einem Dach vereinten 28 Kliniken, neun Instituten und sechs Abteilungen beläuft sich auf insgesamt 280.000 Quadratmeter. Fast rund um die Uhr passieren unzählige Patienten, Besucher, Lieferanten, Mitarbeiter und Dienstleister die Krankenhauspforten, flitzen weiße Kittel über die Gänge. Gerade weil ein Klinikum so offen ist wie das sprichwörtliche Scheunentor, hat das Thema Sicherheit – und damit der umfassende Schutz von Inventar, Gebäuden und Menschen – zentrale Bedeutung.
Strengste Sicherheitsvorkehrungen gelten speziell für sensible Zonen, wie Intensiv- und Säuglingsstationen, Notfallambulanz, OPs wie auch Forschungslabors, Gefahrstofflager, Kassen- und EDV-Räume. Dass Patienten, Ärzte und Besucher wie auch vertrauliche Daten, medizinische Geräte und Medikamente zuverlässig geschützt sind, regelt im Münchner Universitätsklinikum am Standort Innenstadt der Leiter des Technikreferates, Claus Meisel.
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Achillesferse Zutrittskontrolle.
Meisel erinnert sich noch gut an die Zeit Anfang 2000, als die alte Schließtechnik radikal ausgemustert wurde. Der Knackpunkt: In allen zehn Häusern am Campus Innenstadt gab es bis dato unterschiedliche, völlig veraltete und nicht mehr zugelassene mechanische Schließanlagen. Die Zusammenlegung der Standorte Innenstadt und Großhadern im Jahr 1999 zu einem Klinikum hatte unangenehme Folgen. Meisel: „Mitarbeiter trugen zum Teil bis zu 20 Schlüssel mit sich herum und konnten nicht in Bereiche, für die sie keine Zugangsberechtigung hatten. Sicherheitstechnisch war das natürlich auf Dauer untragbar.“ Um auch langfristig Schwachstellen im Sicherheitsnetz auszuschließen, entschied man sich für eine „Totaloperation“: die Umrüstung auf ein neues, zukunfts- und investionssicheres Schließ- und Zutrittssystem für beide Standorte. Angesichts permanenter Baumaßnahmen und Erweiterungen, häufigen Schlüsselverlusts und einer hohen Fluktuation junger Ärzte, die berufsbedingt nur für begrenzte Zeit vor Ort sind, musste dieses ein Höchstmaß an Sicherheit und Flexibilität vereinen. Meisel: „Die Devise lautete: Berechtigten den Zutritt gewähren, aber Unbefugten den Zugang verweigern.“ Einfache Handhabung und Netzwerkfähigkeit waren ebenfalls wichtige Kriterien. Schnell ließ Meisel Taten folgen: Verschiedene Systeme wurden geprüft, in besonders sensiblen Klinikbereichen probeweise getestet und bewertet. 2001 folgte dann eine europaweite Ausschreibung. Dem komplexen Anforderungsprofil des Klinikums gerecht wurde dabei nur ein Bewerber: SimonsVoss aus Unterföhring bei München.
Noch im gleichen Jahr fiel der Startschuss für das Mega-Projekt: Das Planziel lautete, die zwei Standorte Innenstadt und Großhadern des Klinikums der Universität München über einen Zeitraum von fünf Jahren stufenweise auf das digitale Schließ- und Zutrittskontrollsystem 3060 von SimonsVoss umzustellen. Vorgesehen waren dabei die Installation von nicht weniger als 15.000 digitalen SimonsVoss Schließzylindern, 250 SmartRelais sowie die Programmierung von 10.000 digitalen Transpondern.
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Wegweisende Digitaltechnik.
SimonsVoss gilt als Pionier auf dem Gebiet der digitalen Schließ- und Zutrittskontrollsysteme. Grundidee des richtungweisenden Systems 3060 ist ein einziger „Schlüssel“ für alles: der digitale Transponder. Er funktioniert in etwa wie eine Funk-Fernbedienung. Ein Klick genügt – und der formschöne, handliche Trendsetter öffnet mit digitalen Schließzylindern bestückte Türen und über das digitale Smart Relais 3063 auch Aufzüge, Schranken oder Rolltore. Dabei gibt das Smart Relais in seiner Funktion als Zugangskontrollleser und Schlüsselschalter die via Funk übertragenen Daten direkt an die elektrische Türschaltung weiter. Das große Plus: Smart Relais und Zylinder sind absolut abhör- und sabotagesicher. „Damit sind Manipulationen und Sabotageakte von vornherein ausgeschlossen“, lobt Meisel.
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Volle Kontrolle per Mausklick.
Unautorisierter Zugriff ist beim passwortgeschützten, LON-Netzwerk 3065 von SimonsVoss ebenso wenig möglich. Von einem zentralen PC aus lassen sich damit selbst komplexe, hierarchische Schließpläne wie die des Münchner Universitätsklinikums übersichtlich verwalten. „Wir können dadurch die Zutrittsvergabe für jeden der 9.000 Krankenhausmitarbeiter personen- und zeitbezogen konfigurieren und steuern.“ Und das muss schnell gehen, denn Verzögerungen können gerade in Kliniken dramatische Folgen haben. Dank SimonsVoss ist jede organisatorische Änderung im Nu gemacht: Gehen etwa Transponder verloren, finden Umzüge oder Mitarbeiterwechsel statt, reicht ein einziger Mausklick – und das entsprechende Zutrittsrecht ist erteilt, erweitert oder gesperrt. Der große Vorteil laut Meisel: „Die zentrale Steuerung aller Prozesse reduziert unseren Administrationsaufwand enorm.“ Zum Schutz vor kriminellen Delikten werden zudem sämtliche Zutritte aufgezeichnet und lassen sich dadurch bei Bedarf mühelos rekonstruieren.
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Risikominimierung par excellence.
Basis hierfür ist der digitale Schließzylinder mit Zutrittsprotokollierung. Er passt in jedes Schloss nach Euro-Norm. Da er über eine eigene Stromversorgung verfügt, ist er kabellos binnen weniger Minuten gegen einen mechanischen Zylinder ausgetauscht. Nachträgliche Erweiterungen oder Änderungen, kein Problem. Und das Beste: Türen bleiben völlig unversehrt. Mit Unterstützung des Münchner SimonsVoss Fachhändlers gingen die ersten Installationen zügig voran. Flucht- und Brandsschutztüren wurden sukzessive mit passenden Spezialzylindern bestückt. Dank dem Antipanik-Zylinder ist man, etwa bei Brandausbruch, so sicher wie in Abrahams Schoß. „Mitarbeiter können die Gebäude und Räume zwar jederzeit mittels Transponder verlassen, aber keiner kommt rein“, bestätigt Meisel. Für maximale Sicherheit in anderen sicherheitskritischen Zonen ist ebenso gesorgt. In der Psychiatrie etwa: Hier muss vom Mobiliar bis zur Technik alles suizidsicher sein. So auch ein Zylinder, der aus der Tür herausragt. Um potentiellen Gefahren vorzubeugen, wurde SimonsVoss konsultiert. Dort hat man auf das Anliegen prompt reagiert, berichtet Meisel: „SimonsVoss hat für uns einen suizidsicheren Schließzylinder entwickelt, der konische Knäufe hat, an denen sich beispielsweise keinerlei Seile oder Stricke befestigen lassen.“
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Rundum begrüßenswerte Investition.
Natürlich war für die Klinik auch wichtig, dass die Kosten in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen bleiben. Selbst hier hat Claus Meisel nur Positives parat: „Bei einem Umfang von 15.000 Türen ist das natürlich erst mal ein Heidengeld. Verglichen mit einer mechanischen Schließanlage ist ein digitales System in der Anschaffung aber erstens nicht viel teurer und zweitens sind die Betriebskosten viel geringer. Das ist der Riesenvorteil.“ Mit der Anerkennung für SimonsVoss hält er nicht hinterm Berg: “Unser Dilemma ist ja, dass wir gleichzeitig ein offenes Haus sein wollen, aber auch irgendwie absperren müssen. Eine mechanische Lösung ist da viel zu statisch. Mit dem digitalen System von SimonsVoss haben wir die für uns ideale Lösung gefunden.“ Und deshalb geht die Umrüstung fleißig weiter. Ein Krankenhaus schläft ja bekanntlich nie.

Einweihungsfeier Zahnklinik
Am 29. April 2008 hat das Staatliche Hochbauamt München 2 die sanierte Zahnklinik an das Klinikum der Universität München übergeben. Am Standort Innenstadt ist damit neben einem Wohnheim und zahlreichen Nebengebäuden die 10. Klinik mit dem digitalen Schließ- und Zutrittskontrollsystem 3060 von SimonsVoss ausgestattet. Bei der feierlichen Einweihung fand eine "Transponder-Übergabe" statt: Herr Staatssekretär Fahrenschon überreichte Herrn Prof. Dr. Hickel, Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie, symbolisch einen überdimensionalen Transponder.
Weiter waren bei der Übergabe anwesend (Bild von links nach rechts):
Frau Prof. Dr. Rudzki-Janson, Herr Prof. Dr. Gernet, Herr Prof. Dr. Hickel, Herr Prof. Dr. Dr. Ehrenfeld (alle Direktoren der Zahnklinik), sowie Herr Staatssekretär Fahrenschon und Herr Pfeufer, Leiter des staatlichen Hochbauamtes München II.
(Quelle der Fotos: Klinikum der Universität München)