Mit seiner revolutionären Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern setzte Johannes Gutenberg, der berühmteste Sohn der Stadt Mainz, um 1440 einen Meilenstein in die Neuzeit. 1998 wurde er zum „Man of the Millenium“ gekürt. Auch heute werden die vielfältigen Möglichkeiten der Informationstechnologie voll ausgeschöpft. Jüngstes Beispiel: die Ausstattung der Mainzer Stadtbusse mit dem digitalen Schließsystem 3060 von SimonsVoss.
Ebenso wie die Landeshauptstadt selbst, blickt auch die Verkehrsgesellschaft mbH von Mainz (MVG), hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadtwerke Mainz, auf eine lange Tradition zurück. Seit den 50er Jahren ist der Bus unangefochtener Verkehrsträger Nr. 1 im öffentlichen Nahbereich: 80 Prozent der jährlich rund 40 Millionen Mainzer Fahrgäste werden mit den insgesamt 250 Bussen der MVG innerhalb des Stadtgebiets und der näheren Umgebung befördert.
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"Mainzigartig" mobil und sicher.
Stillstand ist für die MVG per se ein Fremdwort. Leistungsfähig und mobil bleiben sowie stets serviceorientierte, innovative Lösungen bieten – das ist für sie oberstes Gebot. Dabei genießt die Sicherheit des öffentlichen Fuhrparks höchste Priorität. Wurden bis 2003 sämtliche Bustüren traditionell mit jeweils separaten Schlüsseln betätigt, begann im selben Jahr die Suche nach einem neuen, flexiblen Schließsystem für die voll ausgelasteten 250 Busse. Die Projektverantwortung übertrug die Verkehrsgesellschaft Mario Holzhauser, Leiter der Abteilung Kommunikationstechnik bei den Stadtwerken Mainz. Sein Tätigkeitsbereich umfasst Funktechnik, Sicherheitstechnik und Telekommunikation. „Wir übertragen Informationen jeglicher Art von A nach B und stellen die hierfür erforderlichen Anlagen zur Verfügung“, umreißt Holzhauser mit wenigen Worten die Fülle seiner Aufgaben.
Der Kommunikations- und Sicherheitsprofi schildert, warum die Mainzer Busse dringend eine neue Schließtechnik brauchten. „Bis dahin wurden deren Türen auf herkömmliche Art betätigt: Jeder der knapp 500 Busfahrer hatte einen eigenen Schlüssel, mit dem er durch Aufklappen des Nummernschildes und Betätigen eines darunter angebrachten Schalters die Bustür öffnete und schloss“, erklärt er. Auch das Betreten der speziell für Busfahrer vorgesehenen Toiletten an den Endhaltestellen der Busse erfolgte via Schlüssel. Die damit einhergehende Problematik: „Die MVG hatte keine Kontrolle. Immer wieder gingen Schlüssel verloren, waren kaputt oder so verdreckt, dass sie nicht mehr verwendet werden konnten“, so Holzhauser.
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SimonsVoss Smart Relais: Ein System für alles.
Mario Holzhauser wusste Rat. Mit dem Marktführer für digitale Schließ- und Zutrittskontrollsysteme hatte er bereits bei früheren Projekten erfolgreich gearbeitet. Im Mittelpunkt des Angebots von SimonsVoss steht das Schließ- und Organisationssystem 3060, bestehend aus einem digitalen Schließzylinder und einem digitalen Transponder. Der Transponder ersetzt herkömmliche Schlüssel und öffnet eine beliebige Anzahl von Schlössern je nach individuellen Zutrittsrechten auf Knopfdruck per Funk. Dabei lassen sich nicht nur Türen, Tore und Schranken mit der innovativen Schließtechnologie ausstatten. Sollen auch Aufzüge, Garagen, Schranken und – wie im Falle der MVG – Bustüren über den Transponder bedient werden, ermöglicht dies das Smart Relais 3063 von SimonsVoss. Die digitale Steuereinheit dient als Zutrittskontrollleser und Schlüsselschalter, lässt sich einfach neben dem Zugangsbereich installieren, frei programmieren und mittels spezieller Software über PC zentral verwalten.
Für die Bedürfnisse der MVG war die Kombination aus Smart Relais, digitalem Zylinder und Transponder die ideale Lösung. „Das Smart Relais vereinte alle für die MVG relevanten Einsatzbereiche in einem einzigen, flexiblen System. Erstens war es damit möglich, Aktionen wie das elektrische Öffnen und Schließen der Bustüren sowie von Schranken, Toren oder Garagen per Transponder auszulösen und zu steuern.“, resümiert Mario Holzhauser. Ein weiteres Plus war die mit der sabotagesicherten Installation einhergehende Erschütterungsresistenz.
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Einfache Installation – zentrale Verwaltung.
Auch die MVG war schnell überzeugt davon, dass das digitale System von SimonsVoss die sicherste, flexibelste und effektivste Lösung bot, um die individuellen Zutrittsberechtigungen der mehr als 500 MVG-Mitarbeiter von einer zentralen Stelle aus zu organisieren. So wurde die Idee nach erfolgreicher Testphase und Mitarbeiter-Schulung alsbald in die Tat umgesetzt: Innerhalb von knapp vier Monaten waren 250 Schließzylinder und Smart Relais in den Bussen der Stadt Mainz installiert und jeder der 500 Busfahrer hatte einen Transponder erhalten. „Das Öffnen und Schließen der Bustüren und sanitären Anlagen via Transponder sowie eine Fülle weiterer Funktionen lassen sich dadurch auf komfortabelste Art und Weise managen“, schwärmt der Abteilungsleiter. „Ebenso kann die MVG über ihre zentrale Administration exakt verfolgen, wer wann wo unterwegs ist. Und wenn ein Transponder verloren geht oder gestohlen wird, dann kann dieser sofort gesperrt werden.“
Mario Holzhauser: „Die Sicherheit, Flexibilität und Handhabung des Systems sind einfach unschlagbar. Ohne irgendwelche baulichen Veränderungen passt es sich immer wieder neuen Kundenanforderungen an. Ich bin sehr stolz, dass das System nun bei den Mainzer Fahrbetrieben im Einsatz ist“, betont der Kommunikations- und Sicherheitsexperte und plant bereits für die Zukunft.