Kurfürstliches Schloss von Mainz:
Sicherheitsstufe Eins für US-Präsident George W. Bush.

 

Bei mehr als 210.000 Einwohnern und über 750.000 Übernachtungen im Jahr gibt es in der rheinlandpfälzischen Hauptstadt Mainz in puncto Sicherheit immer eine Menge zu tun. Wenn sich allerdings hoher Besuch in der geschichtsträchtigen Stadt ankündigt, dieser Besuch George W. Bush heißt und Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ist, dann sind die Stadt Mainz und die Sicherheits- und Kommunikationsprofis der örtlichen Stadtwerke in besonderer Weise gefordert. Angesichts des geplanten Staatsbesuchs des US-Präsidenten am 23. Februar 2005 in Mainz lautete die Parole für das gesamte Stadtgebiet und die angrenzende Region: „Sicherheitsstufe Eins – zu Land, zu Wasser und in der Luft.“ Für die Sicherung des Kurfürstlichen Schlosses von Mainz, das als Haupttagungsort der deutsch-amerikanischen Konferenz bestimmt wurde, sorgte unter anderem das digitale Schließ- und Zutrittskontrollsystem der SimonsVoss Technologies AG aus München.

Die bestmögliche Umsetzung des Sicherheitskonzeptes lag in der Hand von Mario Holzhauser, Leiter der Abteilung Kommunikationstechnik bei den Stadtwerken Mainz. „Zum Schutz des US-Präsidenten waren ein lückenloses Sicherheits- und Zutrittskontrollmanagement erforderlich – inklusive minutiöser Erfassung, Protokollierung, Steuerung und Überwachung sämtlicher Aktivitäten im Schloss. Nur ausgewählte Personen sollten Zugang zu speziellen Bereichen erhalten. Wir mussten daher exakt nachvollziehen können, wer wann welche Tür passiert“, erinnert er sich.
Neben den Stadtwerken selbst werden auch die Stadt Mainz oder stadtnahe Unternehmen wie das Congress Centrum Mainz – Betreiber des Kurfürstlichen Schlosses – betreut.

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Digitales SchlieSS- und Organisationssystem inklusive Zutrittskontrolle.

Um den hohen Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden, die der deutsche und US-Sicherheitsstab angelegt hatten, war eine technische Umrüstung des Schlosses durch das Team um Mario Holzhauser im Vorfeld zwingend erforderlich. Das digitale Schließ- und Organisationssystem 3060 von SimonsVoss hatte Mario Holzhauser bereits aus früheren Projekten in bester Erinnerung und deshalb für den außergewöhnlichen Einsatz im Schloss ausgewählt. „Das neue System sollte im Schloss nicht nur die konventionelle Schließanlage ersetzen, sondern zugleich auch für umfassende Zutrittskontrollen sorgen, um den Zugang im Schlossinneren sowie von außen auf höchstem Niveau abzusichern.“

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Besondere Herausforderungen erfordern besondere Lösungen.

Erste Umbaumaßnahmen durch die Kommunikationstechniker der Stadtwerke Mainz im Inneren des Schlosses hatten bereits begonnen. Zwei Tage vor dem Besuch des US-Präsidenten tauchte jedoch ein unvorhergesehenes Sicherheitsproblem auf. „Bei insgesamt elf strategisch wichtigen Türen an der Außenhaut des Gebäudes – den Verbindungstüren zwischen Schloss und angrenzendem Museum – fiel auf, dass diese von innen geöffnet werden konnten“, schildert Holzhauser die damalige Situation. Die üblichen Normzylinder, die er bei SimonsVoss geordert hatte, konnten hierfür nicht verwendet werden. „Wir mussten diese Türen also ganz schnell mit Spezialzylindern dahingehend umrüsten, dass sie weder von innen noch von außen unkontrolliert geöffnet werden konnten – und zwar innerhalb von 24 Stunden.“ Schon am nächsten Tag musste alles komplett fertig sein, denn ab da war das Schloss hermetisch abgeriegelte Hochsicherheitszone. Was tun? „Wir mussten in Windeseile reagieren. Ich habe daher postwendend bei SimonsVoss angerufen.“

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SimonsVoss - Blitzservice inklusive.

Nach Rücksprache mit SimonsVoss war klar: Ein beidseitig freidrehendes Schließzylinder-Sondermodell ist die optimale Lösung. Der freidrehende Zylinder FD 3061 von SimonsVoss eignete sich ganz besonders für die betreffenden Durchgangstüren: Er schließt beidseitig und ist auch von innen nur über einen Transponder zu bedienen. „Ich habe mittags telefoniert – und schon am nächsten Morgen war die Sendung mit den elf Spezial-Zylindern per Eilpost da“, freut er sich noch heute über den prompten Over-Night-Service.

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PinCode-Tastatur für individuelle Zeitzonenplanung.

Maximale Sicherheit bei der Zutrittskontrolle sollte zudem die Kombination aus Transponder und digitaler verkabelungsfreier PinCode-Tastatur garantieren. „Das Öffnen der Zylinder bzw. Türen wird dabei per Funk durch Eingabe eines 4-8 stelligen Codes ausgelöst, den wir frei programmieren konnten“, so Holzhauser. Zentraler Aspekt für die Sicherheitscrew: Dank dezidierter Zeitzonenplanung ließ sich via Code genau festlegen, welche autorisierte Person wann durch welche Tür gehen darf. Mit Transponder und PinCode-Tastatur standen dem Team somit gleich zwei leistungsstarke Lösungen zur Verfügung, die aufgrund ihrer kabellosen Datenübertragung per Funk sowohl verlässlicher Schlüsselersatz als auch via PC zentral und transparent administrierbar waren.

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Unkomplizierte und geschützte Installation.

Die Task Force um Mario Holzhauser legte nach Eingang der Lieferung sofort los. Damit war eine weitere Gefahrenquelle ausgeschaltet. Die gesamte Elektronik und alle digitalen Daten befinden sich geschützt im Inneren der Zylinder. Somit konnten keinerlei sensible Daten nach außen getragen werden. In unmittelbarer Nähe der Zylinder wurden danach die PinCode-Tastaturen rasch auf Putz angebracht. „Die Montage lief einwandfrei und war binnen kürzester Zeit über die Bühne.“ Zylinder, Tastatur und Transponder sind batteriebetrieben und daher sehr lange einsetzbar. Aufwändige, teure Verkabelung oder Austausch der Türen? Nichts dergleichen war notwendig.

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Lückenlose Überwachung.

Die Programmierung des digitalen Schließ- und Zutrittskontrollsystems 3060 übernahm Mario Holzhauser selbst. Der entsprechende Schließplan wurde mit der Systemsoftware von SimonsVoss zentral am PC erstellt. Alle Funktionen ließen sich durch einfaches Anklicken in einer sehr übersichtlichen grafischen Matrix für jeden Zutrittsberechtigten individuell konfigurieren und transparent verwalten: von der Zugangskontrolle über die Vergabe unterschiedlicher Zeitzonen für die PinCode-Tastatur bis hin zum Aktivieren der Alarmanlage im Schloss. Holzhauser: „Selbst verschiedene Ansichten des Schließsystems waren in Echtzeit auf dem Bildschirm abrufbar. Somit hatten wir zu jeder Sekunde das gesamte Gebäude im Blick.“

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Maximale Sicherheit - maximale Zufriedenheit.

Insgesamt 40 handverlesene Mitarbeiter – städtische Bedienstete und Mitglieder der Sicherheitsstäbe beider Länder – wurden während der Staatskonferenz mit einem Transponder ausgestattet. „Die Kombination mit der PinCode-Tastatur war optimal: Tagsüber wurden nur Transponder in den gesicherten Zonen eingesetzt, nachts beide Komponenten. Und beides war unter permanenter Kontrolle.“ Selbstverständlich mussten auch Notfälle einkalkuliert werden. „Verloren gegangene oder entwendete Transponder hätten wir sofort sperren können. Durch den verschlüsselten, abhör- und fälschungssicheren Datentransfer per Funk und die sabotagesichere Installation der Zylinder waren zudem Manipulationen oder unberechtigte Zugriffe von außen absolut ausgeschlossen“, resümiert Holzhauser und ergänzt sichtlich zufrieden: „Es gab keinerlei Sicherheitsprobleme, alle Beteiligten waren sehr erleichtert. Ohne die tolle Unterstützung und den reibungslosen Service von SimonsVoss wäre das gar nicht möglich gewesen“. Und ein weiteres Plus: Das komplette System ließ sich nach dem prominenten Besuch des US-Präsidenten problemlos und zügig wieder auf „normales“ Sicherheitsmaß umprogrammieren – ganz einfach per Mausklick.