Ausgefallene Bewerbungen, eine strenge Jury, zitternde Kandidaten: Das Auswahlverfahren an Kunsthochschulen erinnert bisweilen an Popstar-Castings. Auch die 1946 gegründete Kunsthochschule Berlin-Weißensee macht da keine Ausnahme. Über 2.000 junge Kreative bewerben sich hier jährlich, zirka sechs Prozent werden zugelassen. Die Fächervielfalt reicht von Mode-, Produkt-, Textil- und Flächendesign bis hin zu Malerei, Bildhauerei, Bühnen- und Kostümbild sowie Visuelle Kommunikation. Um Studenten, Lehrenden und Mitarbeitern mehr Sicherheit und Komfort zu bieten, sind seit dem Sommersemester 2009 zwei Standorte der Hochschule mit der digitalen Schließtechnologie von SimonsVoss ausgestattet.
Ob morgens, abends oder am Wochenende: Vor und in den Ausbildungsstätten der Kunsthochschule Berlin-Weißensee geht es nicht nur zu Zeiten der Eingangstests turbulent zu. Kein Wunder, bei rund 650 Studenten, 80 Professoren und Mitarbeitern und vielen wechselnden Lehrbeauftragten. Dabei verteilen sich die Einrichtungen nicht nur auf unterschiedliche Standorte, sondern auch auf mehrere Stadtteile: Da gibt es das denkmalgeschützte Hauptgebäude in der Bühringstraße inklusive elf offener Werkstätten, das Malereistudio „Monbijou“ in Berlin-Mitte, den Kunsttherapie-Weiterbildungsstandort in der Schönstraße, die Bronzegießerei in Johannisthal und weitere temporär angemietete Außenstellen.
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Ein Muss: Lösung aus einem Guss.
„Bei so vielen verschiedenen Standorten und Gebäuden verliert man mit einem mechanischen System leicht mal die Kontrolle über die einzelnen Schließungen und Zutritte“, sagt Olaf Kriseleit, Leiter des zentralen Computerstudios und einer der Projektkoordinatoren für die Gebäude- und Zutrittssicherheit vor Ort. Seit Sommer 2009 arbeiten die Berliner deshalb am Hauptcampus und im „Monbijou“ mit dem standortübergreifenden digitalen Schließsystem 3060 von SimonsVoss. Kriseleit: „Zum einen war es uns wichtig, Sicherheitslücken zu schließen, die durch häufigen Schlüsselverlust, Einbrüche oder auch Vandalismus entstanden waren. Zum anderen war eine Komfortverbesserung gewünscht. Für Studenten sollte der Zugang zur Kunsthochschule auch zu Randzeiten – also abends und am Wochenende – erleichtert werden. Eine weitere Prämisse war, dass das neue System zentral steuerbar, leicht nachrüstbar und erweiterbar ist.“ Seinem Projektkollegen, dem Datenschutzbeauftragten vor Ort, war wichtig, dass bei dem neuen System auch die Persönlichkeitsrechte der Nutzer gewahrt bleiben.
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Multitalent im Miniformat.
Ob Unis, Schulen, Kliniken, Banken, Industrie oder Öffentliche Hand: SimonsVoss hat für jede Branche die passende Lösung parat. Mit mehr als 7.000 installierten Anlagen weltweit ist der bayerische Anbieter Markt- und Technologieführer für digitale, batteriebetriebene Schließ- und Zutrittskontrollsysteme. Als besonderes Allroundtalent erweist sich dabei der zum System gehörende aktive Transponder: Der digitale Winzling öffnet funkbasiert bis zu 304.000 Türen, ob Innen- oder Außentüren, Tore, Schränke oder Schranken. „Noch dazu verfügt er über eine eigene Energieversorgung, das war genau das Richtige für uns“, so der Computerexperte Kriseleit. Wichtigster Mitspieler des Schlüssel-Pendants ist der digitale Schließzylinder: Er wertet die Funksignale des Transponders aus und entscheidet, ob eine Zugangsberechtigung besteht. Ist das der Fall, heißt es: Zutritt frei!
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Anspruchsvolles Auswahlverfahren.
Für wen, wann und wo freier Zutritt gewährt wird, wird im Berliner Zukunftslabor der Kreativen heute individuell und projektbezogen geregelt – egal, ob tagsüber, spätabends oder am Wochenende. „Mitarbeiter, Lehrkräfte, angehende Künstler und Designer haben jetzt via Transponder über die Außentüren Zutritt zu ihrem jeweiligen Fachgebiet. Mitarbeiter und Lehrende dürfen zusätzlich in den zentralen Kopierraum. Und alle eingewiesenen Studierenden gelangen per Transponder in die elf Werkstätten, die fachübergreifend genutzt werden.“
Denn das System 3060 bietet maßgeschneiderte Zutritts-, Erfassungs-, Protokoll-, Steuer- sowie Überwachungsfunktionen, die sich über ein einziges, übersichtliches Software-Tool zentral verwalten lassen. Die Berliner sind zunächst mit der klassischen Locking-System-Management-Software gestartet, dann aber auf das bequemere WaveNet-Funknetzwerk umgestiegen. Gerade bei Schließsystemen mit mehreren Standorten wird der Verwaltungsaufwand dadurch erheblich reduziert. „Ein großer Gewinn“, bestätigt Kriseleit, „denn wir können heute fast unsere gesamte Schließanlage von einem zentralen PC aus steuern und verwalten, direkt vom Arbeitsplatz aus. Die Zutrittsrechte für jeden einzelnen Nutzer lassen sich damit quasi in Echtzeit erteilen, ändern oder löschen – egal für welchen Standort.“ Nach wenigen Anlaufschwierigkeiten klappte das auch vorzüglich. „Derartig moderne Konzepte benötigen eine ausführliche Konzeptions- und Installationsphase, an deren Ende die komplette Inbetriebnahme eines Online-Systems mit derzeit 41 Türen steht. Das System läuft insgesamt sehr stabil.“
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Auf einer Welle.
Die Umrüstung auf das neue WaveNet-System war dann doch eine erste, kleine Herausforderung. Denn die Hochschule setzte damals als einer der ersten Nutzer überhaupt auf eine SimonsVoss Produktneuheit: den digitalen „Schließzylinder 3061 Network Inside“. Im Gegensatz zu früher, als zusätzlich zum digitalen Schließzylinder 3061 neben der Tür ein separater LockNode für die Datenübermittlung an das Schloss benötigt wurde, ist dieser bereits im Knauf des neuen Zylinders integriert. Der Clou daran: Die Umrüstung erfolgt komplett kabelfrei innerhalb kürzester Zeit – durch einen simplen Tausch der Zylinder-Knaufkappe. Olaf Kriseleit: „Wir hatten nur einen Monat Zeit: Der Umstieg auf SimonsVoss musste in der vorlesungsfreien Zeit erfolgen, vor Beginn des Sommersemesters 2009.“ Dank des guten Zusammenspiels zwischen dem Projektteam und HASA Sicherheitstechnik, der Berliner Vertriebsfirma von SimonsVoss, gelang dann aber doch eine Punktlandung – rechtzeitig zum Semesterbeginn.
Der innovative Zylinder Network Inside kann auch zur Übertragung von Informationen durch den Transponder eingesetzt werden, beispielsweise zur Weiterleitung von Batteriewarnungen. Das allerdings kommt praktisch nie vor: Die Batterie des neuartigen Zylinders hält bis zu 150.000 Schließungen, im Stand-by-Modus sogar bis zu fünf Jahren. Zudem erfolgt die Kommunikation zwischen Transponder und Zylinder generell verschlüsselt und damit abhör- und fälschungssicher. „Das bedeutet einen enormen Sicherheitsgewinn“, berichtet Kriseleit, „denn Manipulationen von außen sind damit passé.“
Der Datenschutzbeauftragte war ebenfalls zufrieden: Weil aus datenschutzrechtlichen Gründen keine lückenlose Kontrolle gewünscht war, gibt es keine Zylinder mit Zutrittsprotokollierung. „Nur in besonders sensiblen Bereichen wie Seminarräumen mit Rechnern, Video- und Audiotechnik macht das Sinn. Da wird aufgezeichnet, wer wann schließt.“
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Technik für Tüftler.
Kurioserweise stellten gerade die angehenden Künstler und Designer das Projektteam vor ein kleines, neues Problem: „Der Spieltrieb ist bei einigen unserer Studenten sehr ausgeprägt. Einige öffnen da gerne mal ihren Transponder und basteln daran herum. In Einzelfällen wurde das Innenleben komplett entfernt. Aber wenn das alles ist, damit können wir gut leben“, freut sich Kriseleit. Und wenn mal ein Transponder abhandenkommt, ist das auch kein Drama. „Das Tolle ist ja, dass ein Transponder bei Verlust oder Beschädigung sofort gesperrt werden kann. Der Nutzer hinterlegt dann ein Pfand von 40 Euro und wir sorgen für Ersatz. Das hat das Verantwortungsgefühl bei den Studenten ziemlich gestärkt – ein durchaus gewünschter Nebeneffekt.“
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Inspirierende Innovation.
Auch nach gut einem Jahr Arbeit mit dem digitalen Schließsystem fällt das Urteil positiv aus. „Unsere Anforderungen wurden voll erfüllt. Wir haben mit SimonsVoss enorm an Sicherheit und Komfort gewonnen“, so die Quintessenz des Projektleiters an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. „Einbrüche sind bei uns stark zurückgegangen, denn die Hochschule ist nun auch zu Randzeiten stärker besetzt. Das sorgt für einen Abschreckungseffekt.“ Und die Kosten für eine digitale Schließanlage – schrecken die auch ab? „Der Spareffekt stellt sich zwar erst mittel- bis langfristig ein, aber sonst wird der Nutzen fast unmittelbar sichtbar. Wir sind jedenfalls inzwischen richtig gut eingespielt.“ Deshalb gibt es auch immer mehr interne Anfragen zur Umrüstung weiterer Räume und Erweiterungspläne für Neubauten. Für alle kreativen Tüftler vor Ort gibt es also auch in Zukunft einiges zu tun.
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SimonsVoss: von Versicherungen und Polizei empfohlen.
Die SimonsVoss Technologies AG mit Sitz in Unterföhring bei München ist Markt- und Technologieführer für digitale Schließ- und Zutrittskontrollsysteme. Mit dem digitalen Schließsystem 3060, das aus einem digitalen Schließzylinder, einem Transponder (digitaler Schlüssel) und dem Smart Relais (Schlüsselschalter) besteht, bietet SimonsVoss Unternehmen, Organisationen und anspruchsvollen Privatkunden innovative Zutrittslösungen. Die Produkte von SimonsVoss zeichnen sich gegenüber herkömmlichen mechanischen und elektronischen Schließanlagen durch höhere Sicherheit, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit aus. Das digitale Schließ- und Zutrittskontrollsystem 3060 von SimonsVoss entspricht höchsten Sicherheitsanforderungen. Es ist vom Verband deutscher Sachversicherer in Klasse-B zertifiziert und wird von Versicherungen und Polizei als elektronisches Schließsystem empfohlen.
„Uns war es wichtig, Sicherheitslücken zu schließen, die durch häufigen Schlüsselverlust, Einbrüche oder auch Vandalismus entstanden waren. Zum anderen war eine Komfortverbesserung gewünscht. Für Studenten sollte der Zugang zur Kunsthochschule Berlin-Weißensee auch zu Randzeiten erleichtert werden. Eine weitere Prämisse war, dass das neue System zentral steuerbar, leicht nachrüstbar und erweiterbar ist und dass auch die Persönlichkeitsrechte der Nutzer gewahrt bleiben. Unsere Anforderungen wurden voll erfüllt. Wir haben mit SimonsVoss enorm an Sicherheit und Komfort gewonnen.“
Olaf Kriseleit, Leiter Computerstudio an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee
Herausforderung:
Lösung: